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Arbeitsbewilligung in der Schweiz: Regeln, Vorrang, Kontingente

EU/EFTA-Staatsangehörige haben dank Personenfreizügigkeit einfachen Zugang zum Schweizer Arbeitsmarkt. Personen aus anderen Staaten werden nur als Führungskräfte, Spezialisten oder qualifizierte Arbeitskräfte zugelassen, wenn keine geeignete Person aus der Schweiz oder der EU/EFTA gefunden wird, und im Rahmen jährlicher Kontingente: 2026 sind es 4’500 Aufenthaltsbewilligungen B und 4’000 Kurzaufenthaltsbewilligungen L.

Die Regeln für Personen aus Staaten ausserhalb von EU/EFTA

Kontingente 2026 pro Kanton

KantonAusweis BAusweis L
Aargau80127
Appenzell Ausserrhoden610
Appenzell Innerrhoden23
Basel-Landschaft3657
Basel-Stadt4572
Bern144231
Freiburg3658
Genf93149
Glarus58
Graubünden3149
Jura1118
Luzern5893
Neuenburg2642
Nidwalden69
Obwalden58
Schaffhausen1117
Schwyz2032
Solothurn3353
St. Gallen70112
Tessin5994
Thurgau3352
Uri47
Waadt113181
Wallis4471
Zug3048
Zürich249399
Reserve des Bundes3’2502’000
Total4’5004’000

Die Höchstzahlen gelten vom 1. Januar bis 31. Dezember. Der Bundesrat legt sie jedes Jahr im November fest. VZAE Anhang 1 und 2

Weitere Kontingente 2026

Ausweis B: die Aufenthaltsbewilligung →
Ausweis L: die Kurzaufenthaltsbewilligung →
Ausweis G: die Grenzgängerbewilligung →
Familiennachzug in die Schweiz: wer, wann, unter welchen Bedingungen →
Alle Ausweise im Vergleich →
Einwanderung und Auswanderung →

Brutto-Netto-Rechner →

Quellen: BFS: Demografische Bilanz und ständige Wohnbevölkerung nach Anwesenheitsbewilligung · AIG · VZAE · BüG · SEM · VZAE Anhang · SLI-2026-10-10.39

Häufige Fragen

Brauche ich als EU-Bürger eine Arbeitsbewilligung?

EU/EFTA-Staatsangehörige brauchen für Arbeitsverhältnisse unter drei Monaten pro Kalenderjahr keine Bewilligung; sie werden über das Online-Meldeverfahren gemeldet. Bei einer Stelle von drei Monaten bis einem Jahr haben sie Anspruch auf den Ausweis L.

Wer gilt als qualifiziert?

Zugelassen werden nur Führungskräfte, Spezialistinnen und Spezialisten und andere qualifizierte Arbeitskräfte. Ausnahmen gelten unter anderem für Investoren und Unternehmer, die Arbeitsplätze schaffen, anerkannte Personen aus Wissenschaft, Kultur und Sport sowie Kadertransfers internationaler Unternehmen.

Was bedeutet der Inländervorrang?

Vorrang: Eine Bewilligung gibt es nur, wenn keine geeignete Person aus der Schweiz (Schweizer, Ausländer mit Ausweis C oder B mit Arbeitsrecht, vorläufig Aufgenommene, Schutzstatus S mit Arbeitsbewilligung) oder aus EU/EFTA gefunden wird. Abgängerinnen und Abgänger einer Schweizer Hochschule können ausnahmsweise zugelassen werden und haben nach dem Abschluss sechs Monate Zeit, eine Stelle zu finden.

Wie viele Bewilligungen gibt es 2026 für Drittstaaten?

Für Personen aus Staaten ausserhalb von EU/EFTA legt der Bundesrat jedes Jahr Höchstzahlen fest: 2026 sind es 4500 Aufenthaltsbewilligungen B und 4000 Kurzaufenthaltsbewilligungen L, verteilt auf die Kantone und eine Reserve des Bundes.

Information, keine Rechtsberatung. Massgebend sind die Gesetze und der Entscheid des kantonalen Migrationsamts.

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